Fortbildung | Dr. Friedrich Fischer
Fortbildung | TIFF | Dr. med. Friedrich Fischer
Allgemeine und spezielle Schmerztherapie, Naturheilverfahren & Akupunktur & Ayurveda
Benesisstrasse 24 - 32 | 50672 Köln | Telefon: 0221 / 258 44 70 | Telefax: 0221 / 258 44 72

 

 

 

 

 

Aus „Schmerztherapie“ wurde „Schmerzmedizin“

 

In dieser Namensänderung (2014 wurde die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. zur Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.) spiegelt sich die logische und notwendige Folge auf den Wandel im Verständnis chronischer Schmerzen.

 

Die Anforderungen an den Schmerzmediziner lassen sich mit der Eingrenzung auf den Behandlungsaspekt (Therapie) nicht hinreichend abbilden.

 

Es gibt eine Vielzahl chronischer Erkrankungen die durch das Leitsymptom Schmerz gekennzeichnet sind und wo keine klare Ursachenbehandlung zu Verfügung steht (Migräne, Nervenschmerzen bei Zuckererkrankung, Nervenschaden nach Bandscheibenvorfällen, Folge von Tumorerkrankungen und Chemotherapie u.v.m.).

 

Chronische Schmerzen können auch derart Spuren im Nervensystem hinterlassen das sie zu einer eigenen Erkrankung werden („Schmerzgedächtnis“) und als solche zunächst auch erkannt (diagnostiziert) werden müssen.

 

Dabei sind die verschiedenen Entstehungsfaktoren (=Sensibilisierungsvorgänge u.a. im Nerven-,Immun-, und  Hormonsystem) einer solchen Schmerzkrankheit in körperlichen, psychologischen und sozialen Umständen zu finden.

 

Festzuhalten ist, dass alle Bereiche der menschlichen Reizwahrnehmung und Verarbeitung (Neuroplastizität als Ausdruck genetischer Vorprägung oder als Antwort auf Umweltfaktoren-> Konditionierung) am Schmerzerleben Bedeutung erlangen können. Somit wird schnell ersichtlich dass die  genaue Diagnostik von Schmerzen und ihren komplexen Entstehungsfaktoren die Kernaufgabe der Schmerzmedizin darstellt. Ohne diesen Diagnoseprozess bleiben alle therapeutischen Bemühungen an der Oberfläche der Symptome hängen und sind ohne nachhaltige Wirkung.

 

Die Schmerzmedizin erkennet den Menschen wieder in seiner Gesamtheit von Körper (=somatisch) und Geist (=psycho-emotional-seelisch). Als Patient sollten Sie sich beim Schmerzmediziner als Person erkannt,verstanden und angenommen fühlen um dann den für Sie richtigen Weg (persönliche Präferenzen im Einklang mit den Behandlungsangeboten (Präferenzen des Schmerzmediziners) festzulegen.

 

Dabei hat sich der Begriff multimodale Schmerztherapie (Vielfalt und Verknüpfung von Behandlungsmethoden) als der richtige Ansatz herauskristallisiert. Der differenzierte, kombinierte und vernetzte Einsatz von Medikamenten, Physiotherapie (allgemein Bewegung), Entspannungsverfahren(Achtsamkeit), Psychotherapie und komplementäre Verfahren (Akupunktur, Naturheilverfahren, Ayurvedamedizin, Ordnungstherapie) bilden in der Schmerzmedizin die Basis einer erfolgreichen Schmerztherapie.

 

Mit der Unterstützung eines Fragebogens zur Schmerz,-und Komplementärmedizin ist das Aufnahmegespräch(Anamnese) und die Aufnahmeuntersuchung der unverzichtbare Einstieg in die Schmerzmedizin. Wir nehmen diesen Erstkontakt sehr ernst und möchten Sie hierzu ebenfalls ermutigen. Hinter dem Fachbegriff „Edukation“ steht der Wandel aus erstarrten Verhaltens- und Denkmustern(ängstliches Gewahrsein) zu Offenheit gegenüber notwendigen Veränderung mit einem mehr an „Selbstwirksamkeitserleben“ (positive Fähigkeiten und Eigenschaften) und damit Lebensqualität.

Dr.Friedrich Fischer ,

Praxis für Spezielle Schmerzmedizin/Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.v.,

                                                                        Regionalleiter Köln-Mitte


www.fortbildung-dr-fischer.de | Benesisstrasse 24 - 32 | 50672 Köln | Telefon: 0221 / 258 44 70